Reformation : Die Seitensprünge der Habsburger: Liebesrausch und Bettgeflüster einer Dynastie

Die Seitensprünge der Habsburger: Liebesrausch und Bettgeflüster einer Dynastie

EUR 8,95


Ein grässliches Buch - Recht gut recherchiert mag dieses Buch sein, aber den zynischen Tonfall und den - freundlich ausgedrückt - saloppen Stil konnte ich schon bald nicht mehr ertragen. Ein bestimmter Habsburger vergnügte sich damit, fesche Männer über die Matratze zu jagen, eine gewisse Dame bekam als ehemalige Geliebte von einem hochgestellten Mann eine Pension, ihr Körpereinsatz hatte sich also gelohnt, Dame Sowieso war die Geliebte eines hochgestellten Mannes, sie freilich sah von der Kohle nicht viel (Kohle? Was ist das eigentlich für eine Ausdrucksweise? wahrscheinlich soll das heutig sein) ... um nur ein paar Beispiele zu nennen.Man möchte den Autoren am liebsten fragen, wann er eigentlich selbst das letzte Mal verliebt war, oder ob er es überhaupt jemals war und diese menschlichen Gefühle nicht für seltsame Auswüchse eines kranken Geistes oder ähnliches hält. (Wenn man boshafter wäre, möchte man sogar fragen, wann er eigentlich das letzte Mal...) Ich habe vom Piper-Verlag einige Geschichtsbücher bei mir im Regal und sie sind alle gut bis sehr gut, aber wie das hier einen Verleger gefunden hat, ist mir ein Rätsel.Normalerweise sind mir Bücher heilig, und selbst, wenn sie mir nicht gefallen, verschenke oder verkaufe ich sie weiter. Dieses wanderte nach der Lektüre von zweieinhalb Kapiteln in meiner Papiertonne, und ich denke, das sagt genug.

Mehr Klatsch als ernsthaftes Buch - Ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen, die der Meinung sind, das dieses Buch ein Fehlkauf war. Es ist weder gut geschrieben (die ganzen neumodischen Ausdrücke stöhren wirklich sehr) noch sonderlich gut recherchiert. Auch werden einige Herrscher ledgiglich auf ihre Liebschaften reduziert (etwa bei Philipp II.). Im Falle der Habsburger des ausgehenden 19Jahrhundert bedient sich der Autor lediglich Gerüchten, die kaum haltbar sind. Wer gerne Klatschzeitungen mag, ist hier gut bedient. alle nernsthafteren Lesern reate ich vom Kauf dieses Buches ab.

schlecht recherchiert - Wer glaubt über „Liebesrausch und Bettgeflüster einer Dynastie“ (Untertitel) mehr zu erfahren, irrt.Kein Wunder: Paparazzi gab es damals nicht, und wer protokolliert schon seine Champagner beseelten Liebesnächte.Der Autor zitiert daher halbseitenlang aus Büchern anderer, die man besser im Original liest,Am ärgerlichsten ist der Erzählstil: ständig stößt man auf Floskeln, wie „ darauf komme ich später“ oder „ wie oben gesagt“. Dazu werden die Protagonisten ständig herabgewürdigt, mit welchem Recht ?Das sicherlich komplizierte Liebesleben wird auf die einfache Formel gebracht: der bzw.die wurde über die Matratze (Horizontale) gezerrt..Wie konnte dem Piper Verlag so etwas passieren?Bisher habe ich diese Taschenbuchreihe, aus der ich 13 andere Bücher besitze, sehr geschätzt.Enttäuschend, eben ärgerlich.

Sehr amüsant und heutig, jedoch nicht ernst zu nehmen - Sowohl die Verteufler als auch die Befürworter meiner Vorrezensenten haben recht. Hier die Fakten nach meiner Ansicht, so daß man ggf. selbst urteilen kann, ob das Buch das Richtige für den Anlaß ist:- kurzweilig geschrieben- heutige, teils sehr saloppe Schreibweise (klitzeklein, durch die Betten jagen, etc.)- er spricht nicht nur über die bekannten, bereits unendlich oft kolportierten Geschichten und Habsburger sondern auch einmal über wenig Bekanntes und Nebenfiguren, z.B. Luise von Toskana- er zitiert aus Sekundärliteratur (welche teils vergriffen ist)- übersichtliches Register- ein eigenes Kapitel über Homosexualität im Hause Habsburg- kurzer Ausflug in die Skandale der Habsburger heutzutageMein persönliches Fazit: kurzweilig, verbindlich geschrieben, nichts für den ernsthaft Interessierten.

Oberflächlich - Der Kritik von Herrn Meyer stimme ich im großen und ganzen zu. Die offensichtlich in Anspruch genommene Seriosität des Werkes steht in krassemGegensatz zu seiner flapsigen Sprache (z.B. Aristo-Kids, potentes Kerlchen,die gute Frau etc.). Zudem verraten dauernde Verweise (dazu später) eine Aufbauschwäche. Nichts als Tratsch!




Die Seitensprünge der Habsburger: Liebesrausch und Bettgeflüster einer Dynastie